X*CSD – warum ein neuer Name?

Kreuzberger CSD … Transgenialer CSD … Ein CSD in Kreuzberg … Kreuzberger CSD … X*CSD.

Warum der neue Name?

Der erste alternative CSD in Berlin fand 1998 unter dem Namen „Kreuzberger CSD“ statt. Später folgte die Umbenennung in „Transgenialer CSD“, ein Name der bis heute viele Anhänger_innen hat. Nach der Selbstauflösung des T*CSD-Orga-Teams wurde eine Art Not-CSD unter dem Titel „Ein CSD in Kreuzberg“ organisiert, danach gab es wieder den „Kreuzberger CSD“.

Im Orga-Team gab es in den letzten Jahren eine wachsende Unzufriedenheit mit dem Kreuzberg-Bezug im Namen. Der Name sei zu beschränkt, zu lokalpatriotisch und in Anbetracht der massiven Veränderungen im Stadtteil in den letzten Jahren auch nicht mehr zeitgemäß: In Zeiten, in denen viele Teilnehmer_innen sich keine Wohnung in Kreuzberg mehr leisten könnten und alternatives queeres Leben an vielen Orten in Berlin stattfindet kann Kreuzberg nicht mehr als Synonym für alternative Lebensweisen gelten.

Der alternative Berliner CSD ist keine „Kreuzberger Folklore“, sondern eine politische Demonstration mit aktuellem politischen Anspruch, die von und für Menschen aus vielen verschiedenen Ländern gemacht wird.

Eine einfache Rückkehr zum „Transgenialen CSD“ hätte in unseren Augen einer umfassenden Klärung der Ereignisse von 2013/14 bedurft – dies ist durch das gegenwärtige Orga-Team schlichtweg nicht zu leisten.

Ein neuer Name musste her und wir haben uns für X*CSD entschieden – der Titel mag nicht der kreativste sein, aber er bietet Raum für Interpretation, für Alternativen, für die unterschiedlichen Hintergründe von Teilnehmer_inne_n und Organisator_inn_en … und einen Bezug zu X-Berg, dem traditionellen Standort der Abschlusskundgebung.

Inhaltlich bleibt sich der alternative Berliner CSD treu, und darauf kommt es an. Und für euch bleibt er das, was er war … der Transgeniale CSD, der Kreuzberger CSD, der alternative CSD, der kleine CSD, …

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